Häufig gestellte Fragen

Was ist AIKIDO?
AIKIDO ist die hohe Kunst, mit der Energie des Gegners zum Vorteil für alle Beteiligten umzugehen. Der Gegner wird nicht “niedergemacht”, eher kontrolliert, verwandelt und wieder frei gegeben.
Um diesen hohen Anspruch im Training zu verwirklichen, gehen verschiedene Aikido-Stile unterschiedliche Wege. Es gibt eine etwas ironische, aber doch im Kern zutreffende Umschreibung der Hauptstile im Aikido: “Dancing Style” (Aikikai), “Pinocchio Style” (Yoshinkai), “Crab Style” (Takemusu Aiki) und der “Kangaroo Style (Ki-Aikido).

Wo ordnet sich SEISHINKAI AIKIDO ein?

SEISHINKAI AIKIDO ist durch seinen Begründer Thorsten Schoo in der „hardware“ Aikikai Aikido in der Ausprägung durch Christian Tissier, dessen Meisterschüler Thorsten Schoo über viele Jahre selbst war.

Was macht dann den Unterschied zwischen SEISHINKAI AIKIDO und AIKIKAI AIKIDO aus?

Im SEISHINKAI AIKIDO geht es eigentlich gar nicht um eine Profilierung gegenüber anderen Stilen  – SEISHINKAI ist ein radikaleres Umgehen mit schon bestehenden Konzepten. Nicht nur Christian Tissier, auch Endo Seishiro und einige andere Schüler des großen Yamaguchi Sensei haben ein physisch stimmiges und technisch hoch entwickeltes Aikido hinterlassen. – Die Aufgabe für SEISHINKAI heute ist  nicht, das Rad neu zu erfinden, sondern herauszufinden, was wir mit den phantastischen Konzepten des Aikido in unserer heutigen Zeit alles gestalten können. O Sensei, der Gründer des Aikido, wollte, dass seine Kampfkunst den Menschen auf der ganzen Welt hilft, elementare Fortschritte zu machen. Physisch, geistig und auch moralisch. Insofern hat SEISHINKAI AIKIDO eigentlich gar keine neuen Ideen, sondern sieht sich auf bestimmte Weise in der direkten Tradition O Sensei's.

Ist das Training dadurch irgendwie „theoretischer“?
Nein, gar nicht. Das Training ist sehr physisch, diszipliniert, themenorientiert, systematisch – aber die „menschlich existenzielle Ebene“ (wie Thorsten Schoo das oft ausdrückt) ist auch stets fühlbar. Man vergisst die anderen Rollen nicht, die man außerhalb der Matte spielt, und ist dennoch sehr im Moment. Man macht immer wieder die Erfahrung, dass SEISHINKAI AIKIDO im eigenen Leben eine dynamische Wirkung entfacht!

Ist SEISHINKAI AIKIDO mehr als intelligente Fitness?
SEISHINKAI AIKIDO arbeitet mit klaren und leicht verständlichen Techniken. Formales Verständnis, Fitness, Koordination, Kraft und all die Komponenten, die im Kampfkunsttraining sonst noch wichtig sind, gehen mit dem intuitiven Arbeiten Hand in Hand. SEISHINKAI AIKIDO trainiert direkt die Körperintelligenz. – Ab einem gewissen Punkt ist es unmöglich, „im Leben“ das eine zu sagen, während die Körperintelligenz das andere viel besser verstanden hat… Das Training bildet in dir einen persönlichen Mentor.

Kämpfen Sie auch?
Ja. Wir wollen verstehen, was kämpfen eigentlich bedeutet. Niemand geht gefrustet aus dem Training heraus, weil er oder sie schon wieder gegen einen Stärkeren verloren hat. Im Aikido ist das Verständnis von Kämpfen ja sehr komplex. Alle müssen gewinnen, die beste Situation muss entstehen.

Was ist das Besondere an den SEISHINKAI Budo Essentials
In erster Linie das Verständnis dessen, was Selbstverteidigung bedeutet. Selbstverteidigung ist nicht nur nötig auf einer körperlichen Ebene, sondern auch auf einer emotionalen und geistigen. Unser Leben ist heute sehr komplex, wir müssen so vielen Dingen gleichzeitig gerecht werden. Dies gelingt besser, wenn man in seiner Kraft steht. In diesem Zusammenhang sind die Atem- und Schlagtechniken, die Ausdehnung der “Komfortzone” und die Entwicklung der Intuition von großer Bedeutung. Dies wird vornehmlich in den Grundlagen trainiert und verbessert.

Wo liegt der Fokus in den anderen Disziplinen?
Aikido: harmonische Zusammenarbeit (gut führen und gut geführt werden)
Jo-Jutsu: Raumgefühl, Kreativität, Körperintelligenz
Ken-Jutsu: Entschiedenheit, Durchsetzungsvermögen, geistige Klarheit.

Kann man sich mit SEISHINKAI AIKIDO wirklich verteidigen?
Ja. Mit SEISHINKAI AIKIDO lernt man nicht nur, sich körperlich wirksam zu verteidigen, sondern auch geistig und emotional. Natürlich sind Spezialisten auf ihrem speziellen Gebiet oft besser - aber nicht sehr oft. SEISHINKAI AIKIDO deckt mit 20 % Trainingsaufwand 80% aller Selbstverteidigungsfälle ab und verwendet den großen verbleibenden Rest für das Wachstum das Ganzen Menschen. (Eine andere Verhältnismäßigkeit gilt für Teilnehmer an der Ausbildung zum Aikidolehrer; die müssen viel mehr arbeiten, um alles zu verstehen.)

Wie läuft das Training ab?
Im Hombu Dojo hier in Frankfurt können Sie täglich trainieren. An den Samstagen werden meist themenspezifische Fortbildungslehrgänge angeboten, die auch von Aikido-Übenden aus anderen Dojos und Gegenden besucht werden. Die 4 Disziplinen des SEISHINKAI AIKIDO sind die individuellen Zugänge in den Erfahrungsraum des SEISHINKAI AIKIDO.

Soll man als Anfänger gleich mit allen vier Disziplinen beginnen, oder empfehlen Sie spezielle Kurse zum Anfang?
Manche Menschen haben ein spezielles Interesse und besuchen die Kurse, die sie interessieren. Manche sind sich unsicher und nehmen die von uns angebotene kostenlose Erstberatung in Anspruch. In jedem Fall empfehlen wir die SEISHINKAI Grundlagen in Kombination mit einer oder mehreren Disziplinen.

Wie gelingt mir der Einstieg am besten?
Sie können zu jeder Zeit nach persönlicher Anmeldung insgesamt zwei kostenlose Schnupperstunden in Anspruch nehmen und diese auf die Disziplinen Ihrer Wahl verteilen, möglicherweise nach einer individuellen Erstberatung.

Gibt es auch Einführungslehrgänge?

Nach den Schnupperstunden können Sie sich, falls Sie noch unsicher sind, für einen Monat ohne Vertragsbindung anmelden. In diesem Einführungsmonat haben Sie das Recht, an allen Stunden der Disziplinen, die Sie gebucht haben, teilzunehmen. Es werden Ihnen, Ihrer Einsatzbereitschaft entsprechend, regelmässig fortgeschrittene Schüler zugeteilt, die Ihnen helfen, sich in der Welt des SEISHINKAI AIKIDO zurecht zu finden. Dies ist die für uns bestmögliche Form eines Einführungslehrgangs.

Wenn ich nach dem Einführungslehrgang weitermachen will, wie lange ist dann die Vertragsbindung?
SechsMonate. Diese ersten sechs Monate entsprechen der Probezeit. Wenn Sie nach der Probezeit angenommen werden, können Sie in der folgenden Zeit nach drei Monaten kündigen.

Welche Kleidung wird für das Traininig benötigt?
Bequeme Kleidung (Jogginganzug o.ä.). Turnschuhe brauchen Sie nicht, es wird barfuß geübt.

Wann findet das Kindertraining statt?

Montag bis Freitag zwischen 15.00 und 18.00 Uhr.

Ab wieviel Jahren können die Kinder bei Ihnen anfangen?

Ab 2 Jahren. Es gibt Kinderklassen von 2-3 Jahren, von 4 bis 5, von 6 bis 9, von 10 bis 13 und eine Jugendlichenklasse von 14 bis 18 Jahren.
Im Dojo arbeiten zur Zeit vier Kindertrainer, zum Teil in Doppelbesetzung bei größeren Kindergruppen. Unsere Leiterin der Kinderabteilung, Frau Karolina Sauer, teilt die Kinder nach ihrem Entwicklungsstand in Absprache mit den Eltern in die Klassen auf.

Machen die Kinder auch Gürtelprüfungen?
Ja, wenn sie das wollen. Die Graduierungen gehen nahtlos ins Erwachsenen-Training über. Die Kinder können sogar schon ab 16 den schwarzen Gürtel machen! Die Kinder werden im SEISHINKAI AIKIDO genauso seriös trainiert wie die Erwachsenen.

Entfällt das Kinder-Training in den Schulferien?
Ja – auch an Feiertagen.

Wie können wir als Eltern die Entwicklung unserer Kinder unterstützen?

Durch echtes Interesse. Wir empfehlen gleich zu Beginn das Aikido Kinderbuch für 15 € zu erwerben. hier steht das Allermeiste von dem, was Sie wissen müssen, drin.

In welche Richtung geht Ihre Pädagogik?

Ihre Kindererfahren bei uns möglicherweise entscheidende Prägungen - wir sind uns dessen bewusst. Die sportliche Dimension des SEISHINKAI AIKIDO ist nur die äußere Hülle der Arbeit. Wir erfahren täglich, dass das Training den Kindern viel bedeutet. Hier werden sie genauso ernst genommen wie jeder andere (erwachsene) Mensch auch. Wir messen die Erfahrungen der Kinder nur zurückhaltend mit unseren eigenen Maßstäben. Es ist eine eigene Welt.
Aber in den elementaren Lernsituationen können sich Erwachsene und Kinder vollständig begegnen.
Kinder werden bei uns wie jeder andere ernst genommen und sind Teil der Dojo-Kultur.

Wie oft sollte ich als Erwachsener zum Training kommen?
Das hängt von Ihnen ab. Für uns ist eine gewisse Regelmäßigkeit wichtig und die ehrliche Motivation. Im Schnitt trainieren die Erwachsenen zwei bis drei Mal die Woche. Es gibt aber auch viele, die nur ein Mal kommen (da ist die Regelmäßigkeit noch wichtiger); und es gibt auch einige, die täglich da sind. Sie werden Ihren persönlichen Rhythmus selbst finden.

Wie lange dauert es ca., bis ich im SEISHINKAI AIKIDO fortgeschritten bin?

Fortschritt ist immer relativ zu Ihnen selbst – wie Sie gestern waren. Die Frage sollte vielleicht lauten: Ab wann habe ich Spaß am Training? Den haben Sie nicht erst, wenn Sie bereits viele Jahre dabei sind. Den Spaß, vielleicht sogar die Freude am inneren Wachstum, haben Sie gleich von Anfang an!
Es ist wichtig, diesen Spaß nicht zu verlieren und eine echte Freude am Lernen zu entwickeln. Oft tun uns ganz andere Dinge gut, als wir uns das jemals vorgestellt haben.

Ist SEISHINKAI AIKIDO auch etwas für Mädchen und Frauen?
Ja. Ca. 50 % der Mitglieder im Kinder-SEISHINKAI AIKIDO sind Mädchen, bei den Erwachsenen sind es etwa 40 %.

Wo bekomme ich einen Trainingsanzug?
Bei uns in der Schule. Sie können zwischen unterschiedlichen Qualitäten auswählen.

Wie kann ich mich anmelden?

Anmeldeformulare erhalten Sie im Dojo. Wenn Sie sich nach dem 15. eines Monats anmelden, zahlen Sie für diesen Monat nur die Hälfte des Monatsbeitrages.

Bin ich für SEISHINKAI AIKIDO schon zu alt?
SEISHINKAI AIKIDO kann man in jedem Alter üben. Die jüngsten Schüler sind 4, 5, 6 Jahre alt, der älteste bisher hat mit 68 Jahren angefangen.

Bieten Sie auch noch Kurse an für Leute, die nicht mehr am normalen Trainingsgeschehen teilnehmen können oder wollen?
Auf Anfrage bieten wir für kleinere Gruppen Privatseminare und für Firmen Coachings an. Wir kommen auch zum Kunden in die Firma oder organisieren Seminare in attraktiven Seminarzentren.

Vertragen sich meine Vorerfahrungen aus anderen Kampfsportarten mit SEISHINKAI AIKIDO?

Ja. Sie können sogar von Vorteil sein. Ob Sie in Nahdistanz, Schlagdistanz, Bodenkampf oder komplexe Systeme geübt haben, SEISHINKAI AIKIDO kann mit allen Ihren Erfahrungen arbeiten und fügt ihnen etwas hinzu: die humane Dimension des Kämpfens, die für das Aikido typisch ist.

Wird man durch SEISHINKAI AIKIDO fit?
Ja. Körperlich, emotional und mental. Man erreicht einen klaren Überblick über das, was man will und das, was man nicht will.

Kann ich Prüfungen machen?

Ja. Aber im SEISHINKAI AIKIDO heißen die Prüfungen Passagen, und das bezeichnet einen wesentlichen Unterschied. In einer Passage kann man nicht durchfallen. In einer Passage wird gemeinsam und öffentlich nachvollzogen, dass man gemeinsam eine größere Wegstrecke hinter sich gebracht hat. Die Passagen sind ein großes Fest für alle, ein wichtiges Ritual.

Werden Kyu- und Danprüfungen aus anderen Verbänden anerkannt?

Alle Graduierungen, aus welchem Verband oder von welchem ausgewiesenen Aikidolehrer auch immer werden im SEISHINKAI AIKIDO anerkannt. Wenn man sich im SEISHINKAI AIKIDO graduieren lassen will, sucht man das Gespräch mit den autorisierten Ausbildern.

Sind die Kyu- und Dangraduierungen kostenpflichtig?

Ja. Der Erlös aus den Graduierungen wird direkt in die gemeinnützige Arbeit des SEISHINKAI AIKIDO e.V. zurückgeführt.

Muss ich, wenn ich dem SEISHINKAI AIKIDO als Verband beitreten will, um auch einen Pass zu bekommen, aus meinem alten Verband austreten?

Nein. SEISHINKAI AIKIDO DEUSCHLAND versteht sich als eine große Lerngemeinschaft, die die Methoden der Anwendung der Prinzipien im Alltag sowie die Ausbildung zum Aikidolehrer fördert. Insofern sind wir beratend tätig und sehr offen für den aktiven Austausch mit anderen Kampfkunststilen.